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Isabellengrün

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„Isabellengrün war bisher ein weltvergessenes, entzückend gelegenes Forsthaus, das niemand beachtete, schon deshalb, weil es niemand sah“, schrieb Erich Körner 1936. Prinzessin Isabelle Auguste geb. Reuß ä.L. (1752 – 1824) gab dem Burgker Ortsteil seinen Namen und verdrängte damit die Bezeichnung „Charlottengrün“, die auch auf eine reußische Prinzessin zurückzuführen ist. Der Ort bestand ursprünglich aus einem Kammergut, und diente später als Jagd- und Forstsitz.

 

Durch die Fertigstellung der Sperrmauer an der Saaletalsperre 1932 und den damit eintretenden Tourismus bemühte sich Hermine Reuß ä. L. (1886 – 1947) um die Einrichtung einer Gastronomie im alten Forsthaus. Die Forstverwaltung wurde deshalb in das Amtshaus des Schlosses verlegt.

 

Ein Werbeflyer aus dieser Zeit schreibt zum Waldrestaurant Forsthaus Isabellengrün: „mitten im Walde auf idyllischer Waldwiese im Köstenbachtal, ruhige staubfreie Sommerfrische“

Ein bemerkenswerter Abschnitt für die Geschichte des Ortes in dieser Zeit war auch die Eröffnung einer Elite-Pelztierfarm „Saaletalsperre“ für wenige Jahre. Die gezüchteten Silberfuchspelze wurden in Privathand verkauft. Eine Sonderausstellung „Deutscher Wald und seine Tiere“ informierte die Gäste über die heimische Tierwelt. Nach der Enteignung im Zuge der Bodenreform wurde das Gebäude als Forstlehrlingsheim genutzt und 1955 gab es den Beschluss des 'Rates des Bezirkes Gera' zur Umnutzung des ehemaligen Forsthauses als Jugendherberge. Durch einen Brand 1987  wurde der Herbergsbetrieb eingestellt und 1994 fand sich ein Käufer, der mit dem Umbau zur Ferienanlage mit Bungalows begann. Ein weiterer Besitzwechsel erfolgte und seit 2005 steht die Anlage mit Cafe für die Gäste zur Erholung und Entspannung zur Verfügung.